Hundehimmel

Nach unserem letzten Besuch in Leipzig Ende Mai kamen wir mehr als zuversichtlich nach Hause. Die OP war einfach und Professor Oechtering mehr als zuversichtlich. Er habe so viel entfernt, dass er den nächsten Besuch erst in 6 Monaten plante. Die Freude über so viel Zuversicht ließ uns fast glauben den Tumor besiegt oder wenigstens in Schach zu haben. Doch kaum 2 Monate später wurden wir eines besseren belehrt.

Die Beschwerden begangen wieder, es kam Blut aus der Nase und Jule schnarchte wieder wie bei Beginn ihrer Krankheit. Dies ließ mich wieder Kontakt mit Leipzig aufnehmen und um Rat zu bitten. Inhalieren und Schleimlöser waren bei den Leipziger Ärzten wieder das Mittel der Wahl und Jule sprach gut darauf an, sofern man sie zum inhalieren bewegen konnte. Das fand sie nämlich gar nicht toll.

Dank einer Gesichtssauna meiner Schwester wurde dies aber bald zur Routine und es genügte, wenn wir das Gerät vor den liegenden Hund stellten und Jule mit Kochsalzlösung oder einer Soledum-Wasser-Mischung bedampften. Da die Beschwerden aber nicht besser wurden, sondern stagnierten, bat ich um einen zeitnahen Termin zur Kontrolle. Dieser war gestern und was soll ich sagen, mein ungutes Gefühl hat mich nicht getäuscht. 10 vor 12 Uhr rief der Professor an und teilte mir mit, dass der Tumor sich in alle Richtungen ausgedehnt hätte. Auch der Schatten auf der Lunge war gewachsen. Nach seiner Prognose würde die sehr große Wunde, die die gestrige OP hinterlassen hat, nach verheilen die Atemwege wieder sehr schnell verschließen. Seine Prognose: Jule hätte noch etwas 14 Tage zu leben.

Schweren Herzens und um den Leidensweg meines geliebten Hundes nicht noch weiter zu verlängern, bat ich Professor Oechtering Jule, die sich noch in Narkose befand, einschlafen zu lassen.

Jule wurde 11 Jahre und einen Tag alt!

F I N

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