Prolog – 4 Monate ohne sie…

Seit nunmehr 4 Monaten ist Jule nicht mehr bei uns. Ich musste oder besser gesagt wollte sie in Leipzig lassen. Die Heimfahrt mit meinem toten Hund im Auto über 400 Kilometer konnte und wollte ich nicht ertragen. Außerdem wollte ich sie in Erinnerung behalten, wie ich sie zuletzt gesehen hatte: lebendig!

Mit der Zeit sind die Phasen an denen ich an sie denke, weniger geworden. Nicht mehr hinter jedem Schatten an der Eingangstür beim Heimkommen und jeder Bewegung im Garten vermute ich sie. Das war anfangs kaum zum Aushalten. Wenn mich dann die Realität einholte und ich realisierte, dass es doch nur der Wind oder ein anderes Trugbild war, dann war es, als bekäme ich einen Eimer kalten Wassers über den Kopf gekippt und ich musste unweigerlich mit den Tränen kämpfen! Ich vermisse sie so sehr und hadere mit mir, ob ich nicht doch etwas falsch gemacht habe. Ob das Absetzen der Mistel-Therapie zugunsten des Hanföls ausschlaggebend für das zuletzt sehr schnelle Wachstum des Tumors verantwortlich war oder nicht, werde ich wohl nie erfahren.

Anfang des Jahres erfuhr ich nämlich von einem krebskranken Hund aus dem gleichen Ort, dessen Lungen-Karzinom aufgrund der Einnahme eines speziellen Hanföls nicht mehr weiter gewachsen sei. Auch bei ihm war der Verlauf nach Auffinden der Krankheit und Medikation mit deren Mittel der Wahl wie auf wundersame Weise zum Stillstand gekommen. Somit dachte ich, es sei nicht schlecht einmal auch ein anderes Mittel auszuprobieren. So begann ich im Juni Jule Hanföl zu geben. Hätte ich es nur gelassen! Weil ich nicht 2 Mittel gleichzeitig geben wollte, setzte ich die Mistel-Therapie im Sommer aus, denn die Wirkungsweise des Hanföls wurde gleichlautend beschrieben. Kaum 4 Wochen nach Absetzen der Mistel-Therapie kamen die Beschwerden wie zu Beginn der Krankheit zurück und wurden rapide schlimmer, bis ich mir nicht mehr zu helfen wusste und überstürzt mit Jule den Weg nach Leipzig antrat.

Heute würde ich es nicht mehr tun und weiter das Mistel-Präparat verabreichen, denn im Nachgang fiel mir ein, dass wir bereits einmal das Mistel-Präparat reduziert hatten und daraufhin das Wachstum des Tumors ebenfalls unverhältnismäßig war. Was mir ebenfalls aufgefallen ist, war die Tatsache, dass der Tumor sich entsprechend den Jahreszeiten verhielt. Im Herbst und Winter war das Wachstum ganz gering und jedes mal im Sommer explodierte der Tumor regelrecht. Dies ist zwar nicht repräsentativ und wurde von den Ärzten in Leipzig auch als Zufall beschrieben, aber wer weiß..?

Dies nur als Hinweis für andere Betroffene, die unseren Weg wählen. Bewährtes sollte man nicht ohne Not ändern!