HEUTE!
Heute Abend gegen 20.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit werde ich auf dem IKEA-Parkplatz in Wallau stehen und auf meinen neuen Hund warten – dank Sardinenhunde e.V., einem Verein der sich um die Vermittlung von Hunden auf Sardinen bemüht.
Doch erst mal zur Vorgeschichte: Lange Zeit konnte ich mich mit meinem Wunsch nach einem neuen Hund nicht durchsetzen. Mein Mann wollte mehr Freiheit; ein Hund bedeutete für ihn aber Pflichten und Einschränkungen. Das Leben ohne Hund ist ja auch in der Tat flexibler zu gestalten – man/frau kann kommen und gehen wann man will. Aber es fehlt was.
Dann hat sich meine Tochter im letzten Jahr einen Hund über Sardinienhunde e.V. angeschafft. Ein bildschöner Maremanno-Mix mit blonden Locken . Nuvola. Wölkchen. Ein Traumhund! Und schon war er wieder da, der zehrende Drang nach einem eigenen Hund. Am Anfang nur sanft, doch immer drängender, je weniger ich „Nola“ zu sehen bekam. Ich besuchte also immer wieder die Seite des Vereins und schaute Hundebilder. Viele Hundeaugen blickten mir entgegen, aber bei einem blieb ich nachhaltig immer wieder hängen. Lustigerweise ein Hund ohne Namen. Mädel 1! Tochter von Libera. Eins von 3 Welpen, die erst vor kurzem nach Olbia in die Hundestation gekommen waren. Sie sah aus wie Jule, nur eben als Baby. Und dann war es geschehen. Dieser Hund oder keiner.
Die Anfrage war schnell geschrieben, die Antwort kam fast genauso schnell zurück. Ich war in der engeren Auswahl. Und nun, nach Videos von unserem Zuhause und zahlreichen Telefonaten mit Vorstandsmitgliedern, die mich offensichtlich für würdig befunden haben einen Sardinienhund zu betreuen, kann ich es vor Nervosität kaum noch aushalten. Seit 5 Uhr bin ich wach. Warte auf die nächste Nachricht in der WhatsApp-Gruppe, die mir den Status der Fahrt des Hundetransporters mitteilt. Das Auto ist gepackt und wartet mit Hundebox, Kuscheldecken, Leinen und vielem mehr auf die Abfahrt… Lupita kann kommen!
https://sardinienhunde.jimdo.com/2-chance/huendinnen/lupita-liberas-welpen-m1/
Aber wir werden sie Una nennen. Una heißt auf italienisch 1. Denn wenn eines bleibt, dann ist es der erste Blick auf den Hund, der die nächsten Jahre unsere Mitbewohnerin sein wird: Mädel 1!
