Das Ende rückt näher…

Entgegen meines Vorsatzes, habe ich etwas gebraucht um diese Zeilen zu schreiben. Vor 2 Wochen wurde Jule erneut in Leipzig operiert – wahrscheinlich zum letzten Mal. Der Tumor hatte sich in den letzten 4 Monaten erheblich ausgebreitet.

Er setzt seinen Eroberungsfeldzug fort – insgesamt langsamer und für uns alle erfreulicher als zu Beginn vermutet/befürchtet, aber es wird von Mal zu Mal schwieriger für die Operateure einen sinnvollen Operationsweg zu finden. Und auf der rechten Seite beginnt der Tumor sich über die Keilbeinhöhle auf das Gehirn zu zu bewegen. Bisher war die Hauptverbindungsstelle der Boden des Nasenausgangs, rechts ist jetzt auch die seitliche Wand und das Dach betroffen. Das alles ist prognostisch sehr ungünstig. Es war aber von Beginn an klar, dass ein Geschehen mit ganz sicher traurigem Ausgang nur verzögert werden kann. Und wir alle müssen eigentlich dankbar sein, dass Jule noch eine derart lange Zeit von doch recht sorgenfreiem Leben dazugewonnen hat.

Wir werden nun die weitere Entwicklung abwarten und versuchen die Zeit, die uns verbleibt, mit Jule zu genießen. Eine weitere OP schließe ich aber aktuell aus, denn schon beim Betreten einer Tierarztpraxis bekommt sie die Krise.

Es liegt somit in unserer Verantwortung, dass Jule ein erfülltes, tolles Leben nicht mit einer vermeidbaren Quälerei beenden muss. Auch wenn es schwer fällt.

Damit die letzten Wochen oder Monate noch lebenswert sein werden, bekommt sie weiterhin ihre Mistelspritzen – 2 pro Woche – und ihre Life Support Tabs.

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